Keynote-Speaker spricht weiter, während die Präsentationsfläche hinter ihm dunkel bleibt
Bühnenerfahrung wird sichtbar, wenn der geplante Ablauf nicht mehr hilft. Ein erfahrener Speaker kann den Kontakt zum Publikum auch ohne Folien halten.

Woran erkennt man einen guten Keynote-Speaker?

Nach acht Minuten ist die Sache meistens spürbar. Im Saal sind die Telefone verschwunden, die Nebengespräche verstummt und selbst die skeptischen Gäste folgen dem Gedanken auf der Bühne. Ein guter Keynote-Speaker erzeugt diese Aufmerksamkeit nicht allein durch Lautstärke, Humor oder spektakuläre Bilder. Das Publikum merkt, dass der Vortrag für diesen Anlass gedacht ist.

Ein guter Keynote-Speaker gibt dem Publikum und der Veranstaltung das, was sie in diesem Moment brauchen. Das kann fachliche Tiefe sein. Bei einem anderen Anlass braucht der Raum Zuversicht, Orientierung, produktive Unruhe oder schlicht eine kluge Form der Unterhaltung. Qualität bedeutet, diese Aufgabe zu erkennen und den Vortrag darauf auszurichten.

Für Veranstalter liegt darin ein Problem: Die wichtigste Qualität ist auf einem Showreel nur teilweise zu sehen. Ein Video zeigt, wie jemand spricht. Es verrät kaum, wie gut diese Person zuhört, wie sie mit einem heterogenen Publikum umgeht und was passiert, wenn die vorbereitete Dramaturgie nicht zur Stimmung im Saal passt. Die Auswahl beginnt deshalb lange vor dem Auftritt.

Die Rolle der Keynote im Gesamtprogramm und ihre Abgrenzung zu Fachvortrag und Workshop werden im Artikel „Was ist ein Keynote Speaker?“ ausführlicher erläutert.

Der erste Qualitätscheck beginnt im Vorgespräch

Ein ausführliches Gespräch mit den Personen in der engeren Auswahl ist kein höflicher Zusatz zur Buchung. Es ist eine Arbeitsprobe. Der aktuelle internationale Kompetenzstandard des Events Industry Council verlangt, Speaker anhand von Auswahlkriterien zu bestimmen, die zu den Zielen der Veranstaltung passen. Erwartungen sollen außerdem mit Blick auf Organisationskultur und Veranstaltungsziele kommuniziert werden.[1]

Meeting Professionals International geht noch einen Schritt weiter: Veranstalter sollten den vorgesehenen Speaker konkret fragen, wie er etwas über Publikum und Ziele erführt und wie er seine Präsentation personalisiert.[2] Das ist ein guter Rat, weil die Qualität der Fragen viel über die spätere Keynote verrät.

Ein professioneller Speaker möchte vor der Buchung oder spätestens im Briefing wissen:

  • Wer sitzt im Saal, und welche beruflichen Rollen treffen dort aufeinander?
  • Wie groß sind die Unterschiede beim Vorwissen?
  • Welche Haltung bringt das Publikum zum Thema mit?
  • Gibt es Begeisterung, Skepsis, Angst, Müdigkeit oder offenen Widerstand?
  • Was ist unmittelbar vor der Keynote passiert, und was folgt danach?
  • Welcher Gedanke soll nach dem Vortrag im weiteren Programm wieder auftauchen?
  • Was darf der Speaker ansprechen, obwohl es im Unternehmen unbequem ist?
  • Woran würden die Veranstalter zwei Wochen später erkennen, dass die Keynote etwas bewirkt hat?

Gerade bei künstlicher Intelligenz kann der Wissensabstand im selben Saal groß sein. Einige Teilnehmende bauen bereits eigene Anwendungen. Andere haben ChatGPT einmal ausprobiert oder lehnen das Thema ab. Ein Vortrag, der die erste Gruppe eine Stunde lang mit Grundlagen langweilt, verliert sie. Eine Keynote voller Fachbegriffe lässt die zweite Gruppe zurück. Ein guter Speaker muss diesen Abstand nicht vollständig beseitigen. Er braucht aber eine Dramaturgie, in der beide Gruppen einen Zugang finden.

Die Branchenzahlen zeigen, wie praktisch dieses Problem ist. In einer 2024 veröffentlichten Befragung von 340 Veranstaltern und 378 erfahrenen Speakern nannten 67 Prozent der Veranstalter Publikumsbindung als eine ihrer größten Prioritäten bei der Buchung. Zugleich war mangelndes Verständnis dafür, wer im Publikum sitzt, für 19 Prozent der Veranstalter ein Schmerzpunkt in der Zusammenarbeit.[3] Passung ist also kein weiches Wohlfühlkriterium. Sie gehört zum Risikomanagement einer Veranstaltung.

Gute Fragen sind wertvoller als schnelle Versprechen

Vorsicht ist angebracht, wenn ein Speaker nach wenigen Minuten versichert, der vorhandene Vortrag passe perfekt. Vielleicht stimmt das. Vielleicht wurde aber nur der Firmenname auf der Titelfolie ausgetauscht. Echte Anpassung zeigt sich nicht daran, dass in der Begrößung der Ort erwähnt wird.

Sie zeigt sich in Entscheidungen: Welche Beispiele werden gestrichen? Welches Fachwort braucht eine Erklärung? Wo darf der Vortrag provozieren? Welche Geschichte passt nicht zu dieser Branche? Muss der Schwerpunkt von technischer Machbarkeit auf Führung, Mitbestimmung oder Verantwortung verschoben werden? Wer Substanz hat, kann solche Entscheidungen begründen. Wer nur eine einstudierte Abfolge besitzt, verteidigt meist jede Folie.

Auch TEDx empfiehlt seinen Veranstaltern, bei der Arbeit an einem Vortrag auf Struktur, Kürze und Zweck zu achten. Jeder Punkt soll der Hauptidee dienen und für das konkrete Publikum verständlich und bedeutsam sein.[4] Eine professionelle Keynote ist deshalb nicht die maximale Menge guten Materials. Sie ist eine Auswahl, die unter Zeitdruck trägt.

Qualitätssignale und Warnzeichen bei der Auswahl

Kein einzelnes Merkmal beweist Qualität. Mehrere übereinstimmende Signale ergeben jedoch ein belastbares Bild.

PrüfpunktGutes SignalWarnzeichen
VorgesprächDer Speaker fragt nach Ziel, Vorwissen, Haltung und Programmkontext.Er spricht fast nur über Vita, Referenzen und Honorar.
AnpassungEr erklärt konkret, welche Beispiele, Begriffe oder Schwerpunkte er verÄndern würde.Personalisierung bedeutet lediglich Firmenlogo und Ortsname.
SubstanzEr kann Rückfragen beantworten, Grenzen benennen und Inhalte vereinfachen.Außerhalb der bekannten Dramaturgie werden Aussagen vage.
VideoEin längerer, wenig geschnittener Ausschnitt zeigt Aufbau, Tempo und Publikumsbezug.Das Showreel besteht fast nur aus Applaus, Musik und schnellen Schnitten.
ReferenzenFrühere Auftraggeber berichten konkret über Vorbereitung, Zusammenarbeit und Wirkung.Es gibt nur prominente Logos ohne Ansprechpartner oder Kontext.
BühnenerfahrungDer Speaker kann von Änderungen, Störungen und seinem Umgang damit berichten.Jede Abweichung vom geplanten Ablauf wird zum Problem des Veranstalters erklärt.
PräsenzSprache, Pausen, Blick und Bewegung dienen dem Gedanken.Energie ersetzt Struktur; Effekte verdecken dünne Inhalte.
NachwirkungDer Speaker fragt, was später erinnert, besprochen oder anders gemacht werden soll.Der Erfolg wird ausschließlich an Applaus und Fotos gemessen.

Videos zeigen Bühnenkönnen, aber nicht automatisch Passung

Showreels sind nützlich. Sie zeigen Stimme, Körpersprache, Tempo und die Größenordnung der bisherigen Bühnen. Als alleinige Entscheidungsgrundlage sind sie schwach. Zwei Minuten mit schnellen Schnitten beweisen, dass es starke Momente gab. Sie zeigen nicht, ob der Gedankengang über 45 oder 60 Minuten trägt.

Bitten Sie deshalb um einen längeren Ausschnitt aus einem echten Vortrag. Er muss nicht perfekt produziert sein. Interessant sind die übergänge zwischen Geschichten und Argumenten, der Umgang mit ruhigeren Passagen und die Frage, ob der Speaker nur sendet oder den Raum wahrnimmt. Achten Sie auf Sätze, die offensichtlich für dieses Publikum formuliert wurden. Noch besser ist ein Ausschnitt, in dem eine Rückfrage oder eine unerwartete Reaktion vorkommt.

Referenzen gewinnen ebenfalls an Wert, wenn die Fragen konkret werden. „War der Vortrag gut?“ führt fast immer zu einer höflichen Antwort. Fragen Sie stattdessen, wie gründlich das Briefing war, welche Änderungen der Speaker vorgeschlagen hat, ob Absprachen eingehalten wurden und worüber die Teilnehmenden am nächsten Tag gesprochen haben.

Keynote-Speaker spricht bei einer Marketingkonferenz vor großem Publikum
Ob ein Vortrag trägt, zeigt sich im Raum: Der Speaker muss auch in einem großen Saal den Kontakt zum Publikum halten. Das ist mehr als ein gut geschnittener Videoclip.[7]

Auf der Bühne erkennt man einen Profi an seiner Aufmerksamkeit

Bei einem wirklich guten Keynote-Speaker entsteht schnell der Eindruck: Diese Person gehört auf die Bühne. Gemeint ist keine Pose. Professionalität zeigt sich darin, dass der Speaker gleichzeitig beim Inhalt, beim Publikum und bei der Situation bleibt.

Ein Profi bemerkt, wenn ein Beispiel nicht verstanden wird. Er hält eine Pause aus, statt jeden stillen Moment zu füllen. Er spürt, ob das Publikum nach einem langen Konferenztag Energie braucht oder ob übertriebene Aktivierung nur anstrengend wäre. Einen Zwischenruf kann er aufnehmen, ohne dem gesamten Saal die Dramaturgie aus der Hand zu geben. Mit dieser Ruhe hält er den Raum zusammen, ohne sich selbst zum Thema zu machen.

Ob ein Publikum folgt, lässt sich nicht an einem einzigen Signal ablesen. Wer ins Telefon tippt, hält vielleicht gerade einen Gedanken fest. Auch ein stiller Saal kann gebannt sein oder innerlich längst ausgestiegen. Gute Speaker achten deshalb auf mehrere Hinweise: Blickkontakt, Reaktionen, Unruhe, Lachen an den richtigen Stellen, die Qualität späterer Fragen und die Gespräche in der Pause.

Humor ist kein Muss. Aufmerksamkeit schon.

Humor kann komplexe Inhalte öffnen. Er löst Spannung, schafft Nähe und gibt dem Publikum nach einer dichten Passage Luft. Er ist jedoch ein Werkzeug und keine Pflichtübung. Manche Speaker halten Aufmerksamkeit über Geschichten, gedankliche Klarheit, überraschende Beispiele oder eine ruhige Intensität, die keinen Witz braucht.

Auch die Forschung liefert keinen Freibrief für möglichst viele Pointen. Eine aktuelle übersicht über fünf Jahrzehnte Forschung zu Humor in Lernkontexten kommt zu einem differenzierten Ergebnis: Inhaltlich passender Humor kann Aufmerksamkeit und Beteiligung fürdern. Die Befunde zum tatsächlichen Lernerfolg sind gemischt, und sachfremder Humor kann vom Inhalt ablenken.[5] Für eine Keynote folgt daraus eine einfache Prüfung: Hilft der Humor dem Gedanken, oder konkurriert er mit ihm?

Ein Vortrag kann sehr lustig und dennoch austauschbar sein. Das Publikum erinnert sich dann an die Stimmung, aber nicht an die Idee. Umgekehrt kann eine ernste Keynote lange nachwirken, wenn sie ein schwieriges Thema verständlich macht und dem Saal eine Sprache dafür gibt. Unterhaltung ist eine mögliche Wirkung. Sie ist nicht die Definition von Qualität.

Keynote-Speaker und Eventplanerin im Gespräch an einem Tisch in einem leeren Konferenzsaal
Die Qualität einer Keynote zeigt sich oft schon vor der Buchung. Gute Speaker wollen verstehen, wer im Saal sitzt und was der Vortrag dort auslösen soll.

Erfahrung macht einen Speaker wetterfest

Bühnenerfahrung wird bei der Auswahl häufig unterschätzt, weil sie weniger glänzt als ein Titel oder eine prominente Station im Lebenslauf. Ihr Wert zeigt sich in den Minuten, die nicht im Ablaufplan stehen. Das Mikrofon fällt aus. Der Vortrag beginnt 25 Minuten später. Die Leinwand bleibt schwarz. Ein Programmpunkt wird kurzfristig gestrichen und die Keynote soll länger dauern. Im Publikum passiert etwas Unvorhergesehenes.

Vor Kurzem erlebte ich bei einer Keynote, wie ein Mann im Publikum ohnmächtig wurde. Die Rednerin stoppte sofort, sorgte dafür, dass Erste Hilfe organisiert wurde, und gab der Situation den nötigen Raum. Nachdem der Mann wieder auf den Beinen war und versorgt wurde, fand sie einen ruhigen Weg zurück in den Vortrag. Niemand kann einen solchen Moment routinemäßig abarbeiten. Gerade deshalb war ihre Reaktion professionell: Menschen gingen vor Programm, und dennoch verlor sie den Saal nicht.

Erfahrung garantiert keine gute Reaktion. Sie vergrößert aber das Repertoire. Wer viele Bühnen, Raumgrößen, technische Setups und Publikumsreaktionen erlebt hat, muss weniger Energie in die eigene Orientierung stecken. Diese Person kann den Vortrag kürzen, eine Folie überspringen oder fünf Minuten ohne Technik überbrücken, ohne dass das Publikum die Reparaturarbeit bemerkt.

Ein möglicher Hinweis auf nachgewiesene Berufserfahrung ist die internationale Auszeichnung Certified Speaking Professional. Das aktuelle Verfahren der National Speakers Association verlangt unter anderem Kundenbewertungen und eine Videoprüfung, in der Bühnenfertigkeit, Publikumsbindung, Fachwissen, sprachliche Qualität und Berufsethik beurteilt werden.[6] Eine solche Auszeichnung ist weder Voraussetzung noch Garantie für den passenden Vortrag. Sie zeigt aber, wie die Branche Professionalität prüft: nicht über einen akademischen Grad allein, sondern über wiederholte Arbeit vor realen Kunden und Publikum.

Akademische Titel und prominente Namen werden überschätzt

Ein Professor kann ein hervorragender Keynote-Speaker sein. Der Titel beweist es nur nicht. Wissenschaftliche Qualifikation sagt viel über Arbeit in einem Fachgebiet aus. Sie sagt wenig darüber, ob jemand auf einer großen Bühne auswählen, verdichten, erzählen und auf die Reaktion von mehreren hundert Menschen eingehen kann.

Dasselbe gilt für Bestseller, hohe Reichweiten und bekannte Arbeitgeber. Diese Signale können für die Vermarktung einer Veranstaltung wertvoll sein. Ein prominenter Name verkauft Tickets, gibt Sponsoren Sichtbarkeit oder schafft mediale Aufmerksamkeit. Damit erfällt er vielleicht bereits einen wichtigen Teil des Auftrags. Veranstalter sollten diesen Auftrag nur nicht mit der Qualität des Vortrags verwechseln.

Substanz kann aus Forschung kommen. Sie kann ebenso aus jahrelanger Praxis, aus Verantwortung für schwierige Entscheidungen oder aus ungewöhnlich genauer Beobachtung entstehen. Auf der Bühne zählt die Verbindung: Hat der Speaker etwas Eigenes und Belastbares zu sagen, und kann er es so vermitteln, dass dieses Publikum etwas damit anfangen kann?

Wer keine Substanz hat, kann seinen Vortrag kaum sinnvoll anpassen. Jede Änderung bedroht dann die eingeübte Oberfläche. Ein inhaltlich sicherer Speaker kann dagegen Beispiele wechseln, eine Gegenposition ernst nehmen und eine Frage beantworten, ohne sofort zur nächsten vorbereiteten Pointe zu flüchten.

Eine gute Keynote endet nicht mit dem Applaus

Applaus ist eine Reaktion im Moment. Er sagt, dass der Vortrag im Raum etwas ausgelöst hat. Für die Beurteilung der Wirkung reicht er nicht. Eine Keynote kann großen Beifall bekommen und am nächsten Morgen vergessen sein. Ein ruhigerer Vortrag kann Tage später in einer Vorstandssitzung, einem Teamgespräch oder einer Kundenmail wieder auftauchen.

Die Nachwirkung lässt sich auf drei Ebenen beobachten:

  • Erinnerung: Welche Idee, Geschichte oder Formulierung können Teilnehmende später noch benennen?
  • Gespräch: Worüber wird in Pausen, internen Kanälen oder Folgeterminen weiterdiskutiert?
  • Anwendung: Wird eine Frage anders gestellt, eine Entscheidung neu betrachtet oder ein nächster Schritt ausprobiert?

Diese Ebenen sollten schon vor der Buchung geklärt werden. Wer nur fragt, ob die Keynote gefallen hat, misst vor allem Sympathie und Tagesform. Besser sind kurze Fragen zu verschiedenen Zeitpunkten. Direkt nach dem Vortrag kann man erheben, welcher Gedanke hängen geblieben ist. Einige Tage später interessiert, ob er in einem Gespräch wieder aufgetaucht ist. Bei internen Veranstaltungen kann nach einigen Wochen geprüft werden, ob eine vereinbarte Frage oder Methode tatsächlich benutzt wurde.

Resonanz muss nicht ausschließlich Zustimmung bedeuten. Ein guter Keynote-Speaker darf Reibung erzeugen, eine bequeme Annahme infrage stellen oder in einer kleinen Wunde bohren. Die Provokation braucht allerdings einen Bezug zum Ziel der Veranstaltung. Wer nur schockiert, produziert Aufmerksamkeit ohne Richtung.

Der schlechteste Vortrag wird oft nicht kritisiert. Er verschwindet. Niemand möchte nach der Veranstaltung noch Energie darauf verwenden. Eine gute Keynote lebt weiter, manchmal als Satz, manchmal als Widerspruch und im besten Fall als Gedanke, der bei der nächsten Entscheidung wieder auf dem Tisch liegt.

Die beste Buchungsfrage lautet: Was soll danach anders sein?

Vor der Entscheidung über Speaker, Thema und Honorar sollte das Planungsteam einen Satz vervollständigen: „Nach dieser Keynote soll unser Publikum …“ Die Antwort darf konkret oder emotional sein. Vielleicht soll es eine technologische Entwicklung besser einordnen, den Mut für einen VerÄnderungsschritt finden, eine bislang verdrängte Frage diskutieren oder gemeinsam lachen können.

Mit diesem Satz werden Videos, Referenzen und Vorgespräche vergleichbar. Ein Kandidat kann fachlich brillant sein und trotzdem nicht zur Aufgabe passen. Eine andere Speakerin bringt vielleicht weniger Bekanntheit mit, versteht aber genau, was dieser Saal an diesem Punkt des Programms braucht. Das ist keine zweitbeste Wahl. Es ist gute Veranstaltungsplanung.

Wenn Sie eine Keynote über künstliche Intelligenz planen, beginnt mein Vorgespräch deshalb nicht mit der Folienzahl. Ich möchte wissen, wer im Saal sitzt, welche Stimmung das Thema auslöst und welcher Gedanke nach dem Applaus weiterarbeiten soll.

Jan Ditgen, Keynote-Speaker für Künstliche Intelligenz

Jan Ditgen

Über den Autor

  • 1.000+Vorträge
  • CSPCertified Speaking Professional
  • 4Vortragssprachen

Jan Ditgen ist Keynote-Speaker für Künstliche Intelligenz. Er hat über 1.000 Vorträge gehalten und trägt die Auszeichnung Certified Speaking Professional (CSP) der National Speakers Association, die höchste international vergebene Auszeichnung für professionelle Redner.

Er kommt nicht aus der Informatik, und darin liegt seine Stärke: Er erklärt Künstliche Intelligenz so, dass Menschen ohne technische Vorkenntnisse mitkommen, klar, praxisnah und unterhaltsam. Auf der Bühne spricht er vor Unternehmen, Verbänden und Fachtagungen auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch über den praktischen Nutzen von KI im Arbeitsalltag, über Chancen und Risiken und darüber, wie Menschen ihr eigenes Urteil behalten, wenn Antworten jederzeit verfügbar sind.

Jan Ditgen ist Autor mehrerer Fachbücher. In seinen Büchern und Artikeln nimmt er sich Zeit für die Aspekte von KI, die in einem 60-minütigen Vortrag zu kurz kommen. Er verbindet seine Erfahrungen zum Thema KI und aus der Veranstaltungswelt mit verständlichen Einordnungen für Unternehmen und Auftraggeber. Sie können Jan Ditgen als .

Quellen

  1. Events Industry Council: CMP International Standards 2025, Abschnitt Event Design und Speaker-Auswahl
  2. Meeting Professionals International: How to Choose the Right Speaker for Your Event
  3. Professional Convention Management Association: Survey Explores Speaker and Planner Dynamics
  4. TED: TEDx Organizer Guide, Outline and Script
  5. Zhou und Lee: Teaching and learning with instructional humor, Forschungsübersicht in Frontiers in Psychology, 2025
  6. National Speakers Association: How to Earn Your Certified Speaking Professional Designation, Leitfaden 2026
  7. Delegate Connect Images: Redner vor großem Publikum bei der SearchLove-Konferenz in London. Lizenz: CC BY 2.0. Bearbeitung: auf das Seitenformat zugeschnitten.

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KI-Erklärer Jan Ditgen

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Letzte Aktualisierung: 11.08.2026